Sonntag, 10. Mai 2009

Autofahrt mit der Vergangenheit

Nachdem ich meine VWL-Mappe angezuendet und einen Tanz drum herum veranstaltet hatte - war ich glücklich. Freitag war ich dann auch relativ gut dabei, schließlich musste das gefeiert werden. *jieeehaaaaaaaaa* Vergass dabei fast, dass ich mich für Samstag bereit erklärt hatte, mit einer sehr alten Freundin eine FH in Bernburg anzuschauen. Das liegt bei Dessau. Der Osten ruft!!

Sie hat mich aus Minden vom Bahnhof um neun Uhr abgeholt, folgich musste ich in Osna den Zug um 7.48 nehmen, damit ich pünktlich bin. FUCK. Ich war froh, dass ich auch rechtzeitig wach wurde. Unter der Dusche wurde mir erstmal bewusst, dass ich gleich einer Person gegenüberstehen, die ich gefühlte zehn Jahre nicht gesehen oder gesprochen habe. Ich glaube, es waren aber drei Jahre. Krass!! Mein Magen rebellierte und ich dachte an ein Konterbier.

Mit noch geschlossenen Augen stand ich dann also einige Zeit später am Bahnhof. Kaffee und Kippe. Schmeckte beides nicht sonderlich. Wetter schien aber gut zu werden.
Ich wunderte micht über die viele Leute, die so früh schon unterwegs waren. Kontrollierte meinen Atem. Alles OK. Fühlte mich trotzdem total betrunken.

Im Zug Musik auf Anschlag, um noch ein wenig zu dösen. Herford umsteigen - Zigarette - neuer Kaffee. Mein Rehabilitationsprogramm zeigte Erfolg, meine Augen haben sich einen itz geöffnet. Jeeah.

Kurz vor neun kam ich dann auch endlich an, holte mir noch einen Kaffee. Sie wartete schon auf mich, stand auf dem Bullerei-Parkplatz, dass fand ich schon mal sehr witzig - sie ist immernoch die Alte. Leise und kühle Begrüßung, wie erwartet. Ich musste so was von schiffen, dass ging gar nicht. Aber ich war ein wenig nervös, so dass sich mein Urinat wieder nach hinten verzog. Wollten erstmal was essen, also ab durch den Mc Drive, MC Croissant. Oder auch Kroosonnck.

In den ersten zehn Minuten mussten wir schon echt viel lachen und haben die Bedienungsfrau glaube ich ganz schön in den Wahnsinn getrieben. Ich freute mich auf die Autobahnfahrt. Langsam lockerte sich das Ganze und alles war wieder wie früher. Konnte das selber kaum glauben. Schließlich entwickelt man sich weiter, wir haben uns aber nicht in verschiedene Richtungen entwickelt. Schönes Gefühl.

Road-Trips wie in alten Zeiten. Sie der Fahrer und ich in den übelsten Zuständen. Haha. Ließen vieles Revue passieren und lachten. Hatten einen Navi, coolo Musik (Tenacious D)


Genial!!!!!

Sonne schien, Autobahn war nicht voll. Tolle Gespräche. Die Zeit verflog wirklich. An der FH war Tag der offenen Tür. Ich war gespannt. Sie wollte da Landschaftsarchitektur und Umweltplanung studieren. Mal so gar nicht meins :)
Das Gelände sah sehr vielversprechend aus - bis wir die ersten Leute sprechen hörten. Haben wir gelacht. Riesen Fläche, viel Natur, einige Menschen. Es sah aus wie eine kleine, autonome Stadt. Die Leute sahen aus, als würden sie Inzest betreiben. Erste Enttäuschen bezüglich des männlichen Geschlechts machten sich breit. Aber naja, erstmal weiter.

Stunden später hatten wir alles was wir wollten. Hörte sich alles gut an. Coole Räume. Sogar zwei Studentenkneipen auf dem Gelände. Ein Traum. Warum haben wir das nicht????
Nun ging es an die Umfeldanalyse. Ab in die nächste größere Stadt. 33 000 Einwohner. Süße, kleine Häuschen. Gingen dann auch zum Schloß. Klasse Aussicht. Ein größeres Manko waren die vielen NPD Plakate, mit den dazu passenden Parolen. Auch viele Leute sahen sehr NPD affin aus.

Dann mussten wir noch unbedingt nach Nienburg/Saale. Auch nur aus dem Grund, weil wir ursprünglich aus Nienburg/Weser kommen. Das fanden wir witzig. Nienburg/Saale war auch wirklich mal krass. Dachte eigentlich unser Nbg. sei der Supergau.

Die Straßen waren auch mal alles andere als befahrbar. Meine Fresse. Das ging ja mal gar nicht.
Schön!

Heimreise.

Ich war glaube ich um 21Uhr wieder in Osna (von Minden mitm Zug nach Herford, dann Bünde auch nochmal umsteigen und dann Osna). Ich war so platt. Nix mehr Maiwoche. Sofa - eingepennt.

Wirklich schöner Tag gewesen. Es fehlt. Das hab ich gemerkt. Mal sehen. Ich hoffe, dass es ein kleiner Schritt aufeinander zu war. ich habe ein gutes Gefühl. Inneres Band. Selten, aber es gibt es.

1 Kommentar:

  1. alo ich bin ja wohl nicht sehr alt... was schreibstn du da.. 22 ist doch die blüte des lebens... nenene...

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