Montag, 28. Juni 2010

Nothing

Leere. Taubheit. Man steht und doch bricht das Innerste zusammen - unerwartet. Bewegungen verlangsamen sich und Geräusche verblassen. Stille.

Niemals zurückblicken, immer nach vorne schauen. Egal was passiert.
Du musst schneller laufen können als deine Vergangenheit, wenn du stolperst oder langsamer wirst, dann kannst du dir sicher sein, dass sie dich einholt, überrollt und verschlingt.

Ich hasse solche schwachen Momente. Keine Kontrolle, man muss es über sich ergehen lassen. Wehrlos und hilflos zugleich. Auf der ewigen Suche nach seiner Identität verliert man sich, zerfließt und wird brachial überrollt. Man kann keinen klaren Gedanken fassen. Hat keinen Einfluss auf das Geschehen und muss es über sich ergehen lassen. Grausam. Manchmal möchte man sich ein großes Messer nehmen, sich vor den Spiegel stellen und langsam den Brustkorb öffnen, in der Hoffnung, dass alles Böse und Schlechte aus einem rausfließt. Kein warmes, glucksendes Blut, nein, der böse Passagier, der in einem inne wohnt - deine Gedanken verseucht und deine Aktionen steuert. Der böse Passagier.
Es einfach rausfließen lassen, dabei zusehen und grinsen. Die Haut klafft weit auseinander und das warme Lebenselexier bahnt sich seinen Weg über deinen Körper. Wie ein Vulkan. Der Kern glüht heiß und wild. Pumpt und schreit. Wielange es wohl fließen muss, bis alles Falsche raus ist?

Das Gesicht blass, die Augen leer. Blut an den Fingern. Man kann das Böse schmecken. Ein rotes Netz legt sich über die Lippen, die Zunge erledigt den Rest. Der Geschmack so süß und doch so abgrundtief böse. Bewusstlosigkeit.

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