Donnerstag, 29. Juli 2010

For My Demons

Wenn man einen Demön besiegt hat, entstehen mindestens zwei Neue. Natürlich sind die neuen Dämonen wesentlich stärker, fieser und gemeiner. Einige Dämonen treiben einen an, im positiven Sinne, andere versuchen zu zerstören oder fressen sich ganz langsam in dein Innerstes. Unbemerkt nisten sie sich dort ein. Wunderbar - ein Leben als Wirt, bis man irgendwann ganz langsam daran zerbricht....

Es zerreißt mich. Ich bin verwirrt. Kraftlos lasse ich mich von bösartigen Sehnsüchten treiben und hoffe, dass es einfach aufhört. Tut es aber nicht. Gedanken werden zum Selbstläufer, kratzen unkontrolliert in mir herum. Mein Kopf könnte jeden Moment explodieren. Bin ich dann erlöst? Habe ich dann endlich meine Ruhe?

Meine Vergangenheit ist mir an die Fußknöchel gekrochen und zieht sich langsam an mir hoch. Wird wieder ein Teil von mir, bedeckt mich wie ein Schleier. Die Sicht wird trüb und meine Kraft verlässt mich. Ich war schon lange nicht mehr an so einem Punkt. Bin ich glücklich? Oder spiele ich mir das nur vor, um mich in Sicherheit zu wiegen? Ich weiß es im Moment nicht. Am liebsten würde ich meine Sachen packen und einfach eine Zeit lang abtauchen. Unauffindbar. Unverwundbar. Ich falle.

Mit jeder falschen Entscheidung komme ich dem Aufprall ein Stück näher. Ich kann den Beton riechen. Vor meinem inneren Auge sehe ich bereits den Aufprall: dumpf, hart und brachial - Stille. Die letzten Herzschläge dröhnen durch den Schädel. Der Atem stockt. Es wird schwarz.

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