Sonntag, 3. Oktober 2010

No Saving Me

Nachdem meine Laune gestern wirklich mehr als beschissen war, verlief der Abend und die Nacht wirklich amüsant. Tolle Gespräche und böser, böser Alkohol. War ja wirklich lange abstinent, aber gestern habe ich einfach die volle Dröhnung gebraucht. Sambuca. Mir ging es nicht besser, aber irgendwie war es doch erträglicher. Habe noch lange wach gelegen, nicht nur mein Bett drehte sich, auch meine Gedanken.
Ich fühle mich unendlich leer. Aber warum? Mal abgesehen von der "Bielefeld-Problematik" und der "Familien-Odyssee" ist doch alles perfekt. Warum freut man sich nicht darüber? Sucht man absichtlich nach Fehlern, weil Perfektion einen beunruhigt? Mich beunruhigt das wirklich, weil man sich fragt, wo der Haken ist. In meinem Leben gab es noch nie Perfektion. Vielleicht sollte man sich einfach darüber freuen. Vielleicht habe ich genug gutes Karma gesammelt. Trotzdem verspüre ich diese Unruhe.

Ich hasse mich dafür, ich habe wirklich das unglaubliche Talent, Dinge zu zerstören. Ich werde komisch, zynisch, emotionslos und mir ist alles wumpe. Dabei verletze ich damit andere. Blöd. Aber ich kann einfach nicht aus meiner Haut. Wobei das wirklich witzig aussehen würde.
Warum kommt man nur immer auf so dämliche Gedanken, wenn man alleine ist?! Fröhliche Musik könnte helfen. Ich hoffe einfach mal, dass die Welt nächste Woche schon wieder anders aussieht. Ich hasse es, ein halber Mensch zu sein.

Kommentare:

  1. Schon mal dran gedacht, dass vieles hochkommt, weil es im Moment für dich "perfekt" ist?
    Vielleicht denkt dein Unterbewusstsein nun, dass du die Kraft hast einiges aufzuarbeiten...

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  2. Ja, das ist gut möglich. Es ist nur so tierisch verwirrend. Mein Unterbewusstsein ist glaube ich abgrundtief böse, denn immer, wenn alles gut ist, kann es schlagartig sehr sehr schlecht werden. Diese Schwankungen machen mich einfach fertig. Es ist anstregend.

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