Donnerstag, 26. Juli 2012

My Funeral Dreams

Diese gottverdammten Wände. Sie strahlen so weiß und rein, doch wollen sie zerstören. Sie sitzt in der Mitte des Raumes. Ihre Arme fest um ihre Beine geschlungen, die sie an ihren Rumpf presst. Sie blickt starr in die Ecke. Kein Licht dringt hinein. Das einzige Fenster wurde mit einigen Brettern verschlossen. Keine Lufthauch füllt den Raum. Der Schweiß perlt von ihrer Stirn und sammelt sich in den Augenbrauen. Der salzige Geschmack brennt auf ihren Lippen. Sie friert. Ihr blick wandert über die Wand. Kommen sie wieder ein Stück näher? Sie zuckt zusammen. Tiefes Dröhnen und Knacken zieht durch den Raum. Sie hält sich die Ohren zu und vergräbt ihr Gesicht zwischen den Knien. Einige Kerzen stehen neben ihr, der Wachs hat sich bereits auf dem Boden verteilt. Das Licht flackert, kalt und trostlos. Sie beißt sich auf die Lippen und kneift die Augen zusammen. In Gedanken ist sie an einem besseren Ort, voller Licht und Wärme. Der frische Wind spielt mit ihrem Haar und kitzelt ihre Haut. Sie lächelt. Diese gottverdammten Wände. Sie sind blutrot und verdorben, sie wollen zerstören. Sie sitzt in der Mitte des Raumes. Ihre Arme fest um ihre Beine geschlungen. Sie blickt starr in die Ecke. Sie Spürt die Enge - kein Entkommen. Die Wände sind vielleicht noch zwei Armlängen entfernt. Sie blicken auf sie herab und umhüllen sie mit grollenden Geräuschen. Mit jedem Flackern des Kerzenlichtes, verkürzt sich ihre Lebenszeit. Das Wachs bahnt sich seinen Weg über die kalten Fliesen, bis es erstarrt. Die Luft ist schwül und drückend, aber sie friert. Gänsehaut. Zittern. In Gedanken ist sie an einem besseren Ort, voller Leben und Geborgenheit. Die Sonne brennt voller Liebe und Gelassenheit. Sie lächelt. Diese gottverdammten Wände. Sie sind blau und kalt, sie wollen zerstören. Sie sitzt in der Ecke des Raumes und kauert sich gegen die eiskalte Wand. Wie kleine Nadelstiche bohrt sich die Kälte in ihre Haut und lässt sie erstarren. Die Wände sind zum Greifen nah. Die nächste Kerze ist erloschen. In Gedanken ist sie an einem besseren Ort. Sie lächelt. Diese gottverdammten Wände. Sie wollen zerstören. Kein Licht. Sie lächelt. Die letzte Kerze ist erloschen. In Gedanken ist sie an einem besseren Ort.

Kommentare:

  1. Wieder sehr lebhaft. Auch wenn ich wieder keine wirkliche Botschaft darin erkennen kann. Aber das ist mein Problem.

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